Deutschland
Home

Linde Elektro-Stapler E 12 - E 20 feiern Premiere

"E" neu definiert
Mehr Leistung bei geringerem Energieverbrauch verspricht der neue Elektro-Gegengewicht- stapler E12 bis E20 von Linde mit 1,2 bis 2,0 Tonnen Tragkraft.

Schien es bisher undenkbar, mit einem Elektrostapler an die Performance eines Dieselstaplers heranzukommen, soll dies nun Realität werden.

Um dem Fahrer ein komfortables, sicheres Arbeitsumfeld zu schaffen und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit des Einsatzes für den Betreiber zu verbessern, entschieden sich die Chefentwickler Bernhard Götz und Harald Will in Zusammenarbeit mit ihrem Kollegen aus der Sparte Antriebstechnik, Bernward Welschof, für ein komplett neues Fahrzeugkonzept, bei dem sich viele konstruktive Merkmale gegenseitig bedingen und einem gemeinsamen Systemgedanken folgen.

Rund 80 Prozent des Staplers, bezogen auf seinen Wert, wurden neu konstruiert.
Zu den technischen Neuheiten zählt beispielsweise das Energiemanagement mit exakter Batterie-Entladeanzeige, integriertem Ladegerät und insgesamt fünf Optionen für einen schnellen Batteriewechsel. Eine weitere ingenieurtechnische Errungenschaft manifestiert sich in der wartungsfreien, gekapselten Antriebsachse, die alle wesentlichen Komponenten wie Leistungsteile, Fahrmotoren und Hubmotoren integriert. Bis zu 25 Prozent Energieeinsparung gegenüber andern Staplern in dieser Kategorie stellt Linde den Anwendern in Aussicht.

Hinzu kommen neue Konstruktionselemente, die bereits bei der Dieselstaplerbaureihe 39x für Aufsehen sorgten: der ProtectorFrame mit oben liegenden Neigezylindern, die Stoss-Abkop- plung der Achse oder der komfortable, geräumige Fahrerarbeitsplatz mit intuitiver Ansteuerung der Hubmastfunktionen (Linde Load Control). Neu ist zudem der "Linde Driver Assistant", der bei Kurvenfahrten die Fahrgeschwindigkeit proportional verringert.

Auch hinsichtlich der verfügbaren Modellvarianten hat Linde aufgestockt. Insgesamt 15 verschiedene Typen stehen serienmäßig im Produktkatalog und bieten ein passgenaues Fahrzeug für den leichten, sporadischen Halleneinsatz ebenso wie für den Mehrschicht- einsatz unter höchsten Belastungen. Neben fünf verschiedenen Traglasten, können die Betreiber zwischen unterschiedlichen Batteriekapazitäten, niedrigen und hohen Fahrzeugen, verschiedenen Leistungsvarianten sowie Drehschemel- und Kombiachse wählen. Bedarfsorientiert erhält jeder Flottenbetreiber die Fahrzeugkombination, die er tatsächlich benötigt.

Wie sich die Summe aller Innovationen auf die Leistung der Fahrzeuge auswirkt, zeigt sich unter anderem an der Höchstgeschwindigkeit, die bei 20 km/h für die Vierrad-Modelle liegt. Hinzu kommen um 20 Prozent höhere Hubgeschwindigkeiten. "Eine vergleichbar hohe Umschlagleistung bei derart geringem Energieverbrauch erreicht zur Zeit kein anderes Fahrzeug dieser Klasse", versichert Harald Wozniak, Leiter Marketing International, und beruft sich auf vergleichende Lkw-Arbeitsspiele.

Weniger ist mehr
Möglichst wenig Energie verbrauchen, die Energie komplett nutzen und die Batterie schnell laden und einfach ersetzen zu können, das waren wichtige Entwicklungsziele.

Erreicht wurde dies erstens mit einer exakten Entladeanzeige für die Batterie. Über ein großes Display direkt am Arbeitsplatz liest der Fahrer ab, wie viel Energie noch vorhanden ist und wie lange er mit dem Stapler noch arbeiten kann. Technisch erreicht man die exakte Messung des Ladezustands mit einem patentierten Messverfahren, bei dem eine entsprechende Sensorik über das Motormanagement sowohl Spannungs- als auch Stromparameter erfasst und interpretiert. Das genaue Wissen über die Batterie erlaubt dabei nicht nur, die Energiereserven optimal auszunutzen, sondern auch, die Lebensdauer der Batterie zu verlängern und damit die Betriebskosten zu senken. Schädliche Tiefentladungen der Batterie vermeidet eine elektronische Schaltung, die ab einer Restkapazität von unter 20 Prozent bestimmte Funktionen des Staplers einschränkt, beispielsweise die Fahrgeschwindigkeit.

Wer den gesamten Lebenszyklus der Batterie aufzeichnen will, kann das optionale Batteriedatenmanagementsystem ordern.

Einmalig in Europa: der Onboard Lader
Weiterer Bestandteil des Energie Management Systems ist das nach Angaben von Linde auf dem europäischen Markt erstmalig in einem Stapler zum Einsatz kommende, integrierte Ladegerät. Diese Sonderausstattung wird im Gegengewicht mitgeführt und ist exakt auf die eingesetzte Fahrzeugbatterie abgestimmt. Ein Temperatursensor sorgt dafür, dass die Batterie schonend geladen wird, was sich positiv auf ihre Lebensdauer auswirkt. Dank des hohen Wirkungsgrades der Hochfrequenztechnik geht das Laden der Batterie nicht nur schnell von statten, sondern führt zu deutlichen Energieeinsparungen.

Ein weiterer Vorteil des Hochfrequenz-Ladegerätes ist die dadurch erreichte Flexibilität.
So kann der Staplerfahrer die Batterie seines Staplers jederzeit an einer Steckdose (zwischen)laden. Zur Unabhängigkeit von festen Ladestationen kommt der Vorteil, dass Bedienungsfehler durch die Wahl eines falschen oder ungeeigneten Ladegerätes ausgeschlossen sind.

Flottenbetreiber, deren Einsätze einen Batteriewechsel erfordert, profitieren von einer Vielzahl an Möglichkeiten, die Batterie schnell und einfach durch Öffnen der robusten Batterietüre seitlich auszutauschen: über eine unter der Batterie angebrachte Roll(en)bahn, einen Stapler oder Handhubwagen, einen Zinkenschuh oder einen C-Haken, der an einem Kran befestigt ist und die Batterie seitlich nach oben heraushebt.

Schnell und sparsam: der Kompaktantrieb
Bei der Antriebstechnik setzt Linde auf einen Kompaktantrieb mit zwei separaten, wartungs- freien Drehstrommotoren. Neben den Fahrmotoren sind auch die Hubmotoren und die Leistungsteile der Staplersteuerung in die Achse integriert. Vorteil: die kürzeren Zuleitungen reduzieren Energieverluste und sorgen für eine hervorragende elektromagnetische Verträglichkeit. Um auch bei hohen Umgebungstemperaturen höchste Fahr- und Hubleistungen erbringen zu können, verfügt die Achse über ein Kühlsystem mit insgesamt vier Kühlmotoren, die bedarfsgesteuert arbeiten und einer Leistungsreduzierung sicher vorbeugen.

Da jeder Einsatz von Elektronik Quellen für Fehler birgt, setzt Linde auch bei dem neuen Elektro-Stapler auf redundante Systeme. Alle sicherheitsrelevanten elektronischen Bauteile sind doppelt ausgeführt, die entsprechenden elektrischen Signale werden zweifach übertragen. Die Mikroprozessoren überwachen sich dabei gegenseitig.

Robuste Fahrzeugkonstruktion
Wie bei den Dieselstaplern 39x bilden bei dem neuen Elektro-Stapler Fahrerschutzdach und Rahmen eine hochstabile Einheit und sind die Neigezylinder oben am Dach montiert.
Die dadurch erreichte höhere Stabilität des Hubmastes erlaubt schlankere Hubmastprofile, die dem Fahrer eine bessere Sicht und mehr Sicherheit beim Stapeln bieten.

Die Kompaktachse ist über eine wartungsfreie, elastische Lagerung vom Rahmen abgekoppelt, während der Hubmast fest mit der Antriebseinheit verbunden ist. Die Kräfte des Hubmastes werden nicht in das Chassis, sondern über die Antriebsachse direkt auf die Räder abgeleitet. Auch Geräusche und Vibrationen der Motoren und des Hydraulikantriebs erreichen den Fahrer nicht. Auf diese Weise wird ein Fahrkomfort erreicht, wie man ihn bei Elektrostaplern bislang nicht kannte.

Bewährt und optimiert: die Ergonomie
Gutes noch besser zu machen hieß die Devise bei der Konzeption des Fahrerarbeitsplatzes. Mit einem niedrigeren Einstieg, mehr Kopffreiheit, einem vergrößerten Fußraum und der breiteren Kabine wurde dies ebenso erreicht wie mit intuitiv gestalteten Bedienelementen, Komfortsitz oder Ausstattungsoptionen wie Heizung und Radio. In allen Modellen kommt die elektronische Ansteuerung des Hubmastes, Linde Load Control, zum Einsatz, die über leichtgängigen Steuerhebel eine feinfühlige, hochpräzise Betätigung aller Hubmastfunktionen erlaubt.

Pressepaket mit hochauflösenden Bildern: download Download (ZIP, 5,2 MB)

hoch