Einmalig in Europa: der Onboard Lader
Weiterer Bestandteil des Energie Management Systems ist das nach Angaben von Linde auf dem europäischen Markt erstmalig in einem Stapler zum Einsatz kommende, integrierte Ladegerät. Diese Sonderausstattung wird im Gegengewicht mitgeführt und ist exakt auf die eingesetzte Fahrzeugbatterie abgestimmt. Ein Temperatursensor sorgt dafür, dass die Batterie schonend geladen wird, was sich positiv auf ihre Lebensdauer auswirkt. Dank des hohen Wirkungsgrades der Hochfrequenztechnik geht das Laden der Batterie nicht nur schnell von statten, sondern führt zu deutlichen Energieeinsparungen.
Ein weiterer Vorteil des Hochfrequenz-Ladegerätes ist die dadurch erreichte Flexibilität.
So kann der Staplerfahrer die Batterie seines Staplers jederzeit an einer Steckdose (zwischen)laden. Zur Unabhängigkeit von festen Ladestationen kommt der Vorteil, dass Bedienungsfehler durch die Wahl eines falschen oder ungeeigneten Ladegerätes ausgeschlossen sind.
Flottenbetreiber, deren Einsätze einen Batteriewechsel erfordert, profitieren von einer Vielzahl an Möglichkeiten, die Batterie schnell und einfach durch Öffnen der robusten Batterietüre seitlich auszutauschen: über eine unter der Batterie angebrachte Roll(en)bahn, einen Stapler oder Handhubwagen, einen Zinkenschuh oder einen C-Haken, der an einem Kran befestigt ist und die Batterie seitlich nach oben heraushebt.
Schnell und sparsam: der Kompaktantrieb
Bei der Antriebstechnik setzt Linde auf einen Kompaktantrieb mit zwei separaten, wartungs- freien Drehstrommotoren. Neben den Fahrmotoren sind auch die Hubmotoren und die Leistungsteile der Staplersteuerung in die Achse integriert. Vorteil: die kürzeren Zuleitungen reduzieren Energieverluste und sorgen für eine hervorragende elektromagnetische Verträglichkeit. Um auch bei hohen Umgebungstemperaturen höchste Fahr- und Hubleistungen erbringen zu können, verfügt die Achse über ein Kühlsystem mit insgesamt vier Kühlmotoren, die bedarfsgesteuert arbeiten und einer Leistungsreduzierung sicher vorbeugen.
Da jeder Einsatz von Elektronik Quellen für Fehler birgt, setzt Linde auch bei dem neuen Elektro-Stapler auf redundante Systeme. Alle sicherheitsrelevanten elektronischen Bauteile sind doppelt ausgeführt, die entsprechenden elektrischen Signale werden zweifach übertragen. Die Mikroprozessoren überwachen sich dabei gegenseitig.
Robuste Fahrzeugkonstruktion
Wie bei den Dieselstaplern 39x bilden bei dem neuen Elektro-Stapler Fahrerschutzdach und Rahmen eine hochstabile Einheit und sind die Neigezylinder oben am Dach montiert.
Die dadurch erreichte höhere Stabilität des Hubmastes erlaubt schlankere Hubmastprofile, die dem Fahrer eine bessere Sicht und mehr Sicherheit beim Stapeln bieten.
Die Kompaktachse ist über eine wartungsfreie, elastische Lagerung vom Rahmen abgekoppelt, während der Hubmast fest mit der Antriebseinheit verbunden ist. Die Kräfte des Hubmastes werden nicht in das Chassis, sondern über die Antriebsachse direkt auf die Räder abgeleitet. Auch Geräusche und Vibrationen der Motoren und des Hydraulikantriebs erreichen den Fahrer nicht. Auf diese Weise wird ein Fahrkomfort erreicht, wie man ihn bei Elektrostaplern bislang nicht kannte.
Bewährt und optimiert: die Ergonomie
Gutes noch besser zu machen hieß die Devise bei der Konzeption des Fahrerarbeitsplatzes. Mit einem niedrigeren Einstieg, mehr Kopffreiheit, einem vergrößerten Fußraum und der breiteren Kabine wurde dies ebenso erreicht wie mit intuitiv gestalteten Bedienelementen, Komfortsitz oder Ausstattungsoptionen wie Heizung und Radio. In allen Modellen kommt die elektronische Ansteuerung des Hubmastes, Linde Load Control, zum Einsatz, die über leichtgängigen Steuerhebel eine feinfühlige, hochpräzise Betätigung aller Hubmastfunktionen erlaubt.